Grenzland

Agnes hasst ihr Leben. Ihre beste Freundin Jana ist in letzter zeit völlig abgedriftet, die kleine Schwester nervt und die Eltern haben sowieso keine Ahnung.

Aber da ist plötzlich diese Frau mit den drei Augen mit dem merkwürdigen Namen Lestia Thumb. Sie ist Herrscherin über ein ganz besonderes Spiel, das das Leben besser, interessanter, spannender, gefährlicher macht.

Doch der Preis, den Lestia Thumb dafür fordert, ist hoch: Um in das Spiel zu gelangen, muss sich Agnes mit dem Messer selbst verletzen.

Zögernd lässt sich Agnes darauf ein und trifft im Spiel die endlich Leute, die sie schon immer bewundert hat und scheint ihnen plötzlich ebenbürtig zu sein.

Doch schnell lernt sie die Schattenseiten kennen. Die Aufgaben, die sie zu lösen hat, werden gemeiner, brutaler und ekelhafter. Die scheinbaren Freunde sind nur Konkurrenten, süchtig nach dem Spiel oder dem Kick und völlig verkommen.

Die schlimmsten Herausforderungen sind das Bowling-Center, in dem man fast verdurstet, das Mensch-ärgere-Dich-Nicht-Spiel, bei dem man bist zur Erschöpfung rennen muss und die grauenhafte Putzfrau im Eingangsbereich eines Schwimmbads.

Kurz bevor Agnes - und vor allem Jana völlig die Kontrolle über das Spiel verlieren, schaffen sie mit Hilfe von Duracell, einem ausnahmsweise echten Freund, den Ausstieg.

 

Das Buch, das ein immer aktuelles Thema - die Borderline-Störung - im höchsten Maß literarisch behandelt, bei Fischer in der tollen Reihe “Die Bücher mit dem blauen Band” herauskam und vom Deutschen Literaturfonds gefördert wurde, hat sich leider nie gut verkauft. Auf Lesungen reagierten die Lehrer und Schüler irritiert und verstört, meine Symbolik wurde nicht verstanden.

 

 

Schade eigentlich.