“Das schaurige Haus” als Film

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Einen Tag lang - es war ein Drehtag eher am Schluss der sechswöchigen Drehzeit - besuchte ich das Set und machte Fotos.

Der Drehort an diesem Tag befand sich an einer Brücke über die Drau, im “Gasthof Annabrücke” in der Nähe des Ortes Gallizien, etwa zehn Kilometer südöstlich von Klagenfurt gelegen.  In dieser Gegend wird neben Deutsch auch Slovenisch gesprochen, denn die Grenze liegt nur wenige Kilometer entfernt. Das Slovenische ersetzt im Film das Rumänische im Buch.

 

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Natürlich brauch man für einen Fim jede Menge Technki: Kameras, Mikrofone, Stative, Kabel, Laptops, Bildschirme, etc., was in etlichen Lieferautos und Lastern von Drehort zu Drehort transporttiert werden musste.

 

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“Das schaurige Haus” wurde im August 2019 verfilmt. Die Produktionsfirma ist Monafilm aus Österreich. Unter anderem deshalb wurde das Geschehen vom Allgäu nach Südkärnten verlegt, was das Dialektgefälle (Hochdeutsch-Kärntnerisch) noch einmal verschärft. Bad Eisenkappel (Bild rechts), der Hauptdrehort liegt versteckt im Tal und wirkt auf meinen Helden Hendrik vermutlich noch “hinterwäldlerischer” als das im Buch geschilderte Allgäu.

Halloween 2020 soll der Film in Österreich und Deutschland in die Kinos kommen.

 

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Beim Film muss man sich manche Sachen genauer überlegen als beim Schreiben. Zum Beispiel kommt im Buch eine Faschingsszene vor. Die konnte so nicht in den Film übernommen werden, da in den österreichischen Sommerferien gedreht werden musste. Weil Kinder mitspielen, muss man sich als Filmteam nach den Ferienzeiten richten. Daher wurde aus dem Fasching (Winter) im Buch im Film ein Trachtenfest im Sommer.

An diesem Drehtag waren viele Statisten dabei, alle in Dirndl oder Lederhosen. Die Komparsen durften ihr eigenes Dirndl, bzw. ihre eigene Lederhose mitbringen. Auch die Schauspieler von Ida, Eddi, Chris und Reinhard, wie auch die Mutter, Frau Seelos und Herr Röckl (der Hausverwalter) trugen Tracht.

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Wenn, wie hier, gedreht wurde, musste draußen die Straße für den Verkehr gesperrt werden (rechts). Die Tonqualität hätte sonst gelitten.

Am Set entstehen viele Pausen (siehe unten), in denen gewartet werden muss. Zum Glück war schönes Wetter!

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Der Festsaal des Gasthofs wurde dekoriert. Die Felle, die Lampions, der Auerhahn, die Tischdecken, die Lampen, die Servietten, alles gehört zur Requisite. Es wurde Filmbowle gebraut und eine eigene Filmbiermarke kreiert

 

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In den kleinen Lastern links war die Garderobe und Maske der Schauspieler untergebracht. Auch ein Polizeiauto musste präpariert werden, genau wie ein halb aufgegessener Wurstsalat.

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Es ist sehr aufregend, wenn das eigene Buch verfilmt wird. Ich habe bei dem Setbesuch sehr viel Neues gelernt (zum Beispiel das Wort “Setbesuch”) und ich hoffe, dass der Film so schön wird, wie das, was ich dort sehen und erleben durfte - ein tolles und begeistertes Team, einen tollen und begeisterten Regisseur und ein tolle und begeisterte Schauspieler!